Die Reise nach Afrika

Am Sonntag, dem 30. Februar
beschloß ich zu reisen nach Afrika,
ich packte die Koffer und backte einen Kuchen,
denn ich wollte meine Freunde besuchen:
die Tiere.

Ich will Euch erzählen was dort geschah:
Eigentlich war mein erstes Reiseziel
das freundliche Krokodil am Nil,
denn ich hatt' ihm versprochen
vom Haselnußkuchen,
dürft' es ein großes Stück versuchen.
Doch schon in der Saharawüste
traf ich die Ohrengeier
bei einer Familienfeier.
Sie luden mich ein, ihr Gast zu sein.
Wer sagt da gern nein?
Während des Festmahls
gab es großes Gelächter.
Guckt mal, kreischte der Geier-Wächter,
dort drüben läuft der Saharastrauß
um die Wette
mit der Wüstenspringmaus!

Als ich endlich Abschied genommen
reiste ich weiter in die Tropen zu den Antilopen,
um mit ihnen ein Schwätzchen zu machen
und über dumme Sachen zu lachen.
Dabei trat ich fast auf die Felsenpython,
die lag gar nicht klein auf einem Stein
in der Sonne ohne einen Ton –
wie auf einem Thron.
Entschuldige bat ich,
ich hab' Dich leider überseh'n,
das ist nicht schön.
Nächstes Mal sehe ich mich vor.
Ist hier in der Nähe nicht der ─quator?
Hier ist er noch nicht,
grunzt eine Stimme in meinem Rücken
und als ich mich umdrehe mit Entzücken
ist's ein Nashorn, das glotzt mich an
und schnaubt voll Zorn:
Schau lieber nach vorn.

Also lief ich auf Urwaldwegen
dem Süden entgegen und traf zwei Hyänen,
die stocherten grad verträumt in den Zähnen
und zeigten bei meinem Anblick – welch Glück,
ein gelangweiltes Gähnen.
Ich überquerte den Sambesi-Fluß
und sah viele Gazellen
durch die Steppe schnellen,
so geschwind wie der Wind
und auf den Affenbrotbäumen
die Affen nach den Giraffen gaffen.
Ich erlauschte, wie ein kleiner Kaffernbüffel
erhielt einen Rüffel
wegen Ungehorsams von der Mama.
sowas gibt's auch in Afrika!
Am Kilimandscharo ging Baby Okapi
auf Futtersuche mit seinem Papi
und begegnete dabei einer Herde Zebra,
die plagten sich gerade
ganz unzebrahaft mit Algebra.
Ich lief weiter und dachte:
Wo sind denn heute die Elefanten
mit ihren Verwandten, den Vettern und Basen,
den Onkeln und Tanten?

Ich würde sie gern zur Teezeit besuchen,
denn ich hab ja noch Kuchen.
Da drang durch die Luft
ein gewaltiges Dröhnen,
das klang wie ein Stöhnen
und als ich näherkomm',
was kann ich sehn?
Da schnarcht in der Hitze
ein Rudel Löwen,
sie träumen vom Meer
und schnappen nach Möwen.
Na sowas! Gibt's das?

Spätnachmittags bin ich in Südafrika.
Was entdecke ich da?
Am Kap der Guten Hoffnung
zankt ein Flamingo
mit einem Dingo.
Und ein Känguruh schaut ruhig zu!
Nanu?
Hat mir die Sonne den Kopf verdreht?
Känguruh und Dingo in Afrika?
Was sagt Ihr da?
Das sind nun wirklich keine Lappalien:
Die beiden gehören doch ...
na wißt Ihr's auch?
Nach ...
(Australien)

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Petra Koch

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