Tagebuch einer Freundschaft

1.

Ich will, dass du erfährst
von jenen Dingen,
um die mein Denken kreist,
wenn wir getrennt sind.
Will, dass du die Buntheit erfährst
in meinem Innern und die Schwärze,
meine Liebe und mein Leid,
meine Freude und meine Trauer.

Ich wünsche,
du mögest mich verstehen lernen
und den zauberhaften Irrgarten
in meinem Herzen,
in dem eine von vielen Wahrheiten
Mittelpunkt ist;
meine Liebe und Freundschaft zu Dir.

Ich offenbare dir meine Gefühle,
liefere mich dir aus,
will verstehen und verstanden werden,
durch meine Verse Brücken bauen
zwischen dir und mir.

.......

2.

Da ist mein Zettelkasten:
Gesammelte Gedanken, Wortfragmente
auf der Suche nach Zusammenhang,
nach Übereinstimmung mit meinen Gefühlen,
bunter Bilderbogen meiner Fantasie,
Momentaufnahmen meiner Seele,
erlebte Vergangenheit für die Zukunft fixiert,
pastellzarte Skizzen mit dir gelebten Lebens,
winzige Farbtupfer im müden Alltagsgrau.

.......

3.

Auf der Suche
nach einem Tropfen Morgentau
bin ich einem Ozean von Licht begegnet.
Ich schwamm hinaus in das Licht
und fand Freundschaft,
fand das Lachen und darin
den Schlüssel zu deinem Herzen.
Ich fand die Freude und durch sie
in den Mittelpunkt meines Seins.
Doch ich kann nicht verweilen:
Der Ozean ist zu tief
und das Licht blendet mich
noch.

.......

4.

Sommersonnenseliger Tag!
Meine Seele schwebt trunken vor Glück
wie ein Schmetterling durch die
Schattenlosigkeit.
Schweigende Stille umgibt uns.
Ich fühle Seelenverwandtschaft
mit dir – innere Nähe, Geborgenheit.
Tiefe, sanfte, endlose Geborgenheit.

Du schläfst,
träumst in der Mittagshitze.
Ich bewache deinen Schlaf.
Habe dich unsagbar lieb.

.......

5.

Abenddämmerung vor den Fenstern
schafft Sehnsucht nach dem Dir-nahe-sein.
Deine Stimme am Telefon – ganz unverhofft
rollt die Entfernung auf wie eine Schnur,
schenkt mir Freude für mehr als
einen Augenblick.

.......

6.

Da ist eine Münze
und sie hat zwei Seiten:
Kopf und Zahl.
Du kannst nicht wissen
wie die Münze fällt:
Kopf oder Zahl.
Doch hältst du sie in deiner Hand
ist beides noch möglich:
Kopf und Zahl.

Erst wenn du die Münze wirfst
gibst du dem Schicksal Raum
zu entscheiden.

.......

7.

Regen.
Wie ein dichter Perlenschleier
fällt er zur Erde draußen
in einen lichtlos düsteren Tag.
Ich möchte mit dir
durch den Sonnenschein laufen,
Hand in Hand im neugeborenen Morgenlicht.
Meine Gefühle irren hilflos durch nebelgraue Räume,
schwanken zwischen Hoffnung und Resignation.

.......

8.

Ich bin interessiert an dir,
an dem was du denkst und fühlst,
an dem was du sagst und
wie du es sagst.
Ich will dich verstehen,
setze Signale,
möchte verstanden werden.

.......

9.

Du bist zurückgekehrt
von einer Fahrt ans Meer.
Hast mich angerufen, mich gefragt:
„Willst du mich wiedersehen?“
Warum fragst du? Zweifelst du?

Will ich dich wiedersehen?
Heute oder morgen oder irgendwann?
Frag nicht!
Du kennst mich doch.
Kennst meine Antwort:
„Ja.“

.......

10.

Ich war dir so nah,
dass dein Atem mich berührte.
Ich fühlte dich mit meinem ganzen Sein.
Wie gerne hätte ich meine Hände
um dein Gesicht gelegt,
meine Nase an deiner gerieben,
dir Leichtsinn und Liebe zugeflüstert.
Aber die vielen Augen um uns herum
haben es nicht zugelassen.
Wie gut, dass man sich auch
mit einem Lächeln verständigen kann,
mit winzigen Gesten der Vertrautheit,
die nur uns allein gehören,
während unsere Gefühle
ein unsichtbares Band um uns schlingen,
das den Augenblick
als eine Kostbarkeit empfinden lässt
und Licht und Wärme in die Herzen senkt.
Ich war dir so nah,
dass dein Atem mich berührte.
Ich fühlte dich mit meinem ganzen Sein.

Ich fühle dich immer noch
und bin glücklich.

.......

11.

Deine Augen strahlen mich an,
wie Sterne aus Saphir!
Sie geben der Freude in meinem Innern
Raum zum leben,
zaubern Momente vollkommenen Glücks
in meine Seele.

.......

12.

In deinen Armen sein,
deine Wärme spüren,
deinem Herzschlag lauschen,
dich küssen,
dich streicheln,
dich lieben.
Mit dir lachen
und traurig sein.
Einander verstehen lernen,
einander vertrauen lernen,
miteinander leben lernen,
Freunde und Liebende sein,
Was bringt den Himmel näher
als dies?

.......

13.

Es fällt mir schwer
im Alltag Fuß zu fassen
und dich fern zu wissen
auf den Straßen nach Irgendwo,
während die Souvenirs
in meinen Händen
die Erinnerung bringen
an Tage der Zweisamkeit.
Draußen rinnt der Regen,
zeugt in meiner Seele Melancholie,
Sehnsucht nach einem Wiedersehen
jenseits des Alltags in der Zeitlosigkeit.

.......

14.

Wenn ich das Glück beschreiben müsste,
es fiele mir leicht.
Ich würde sagen: Glück ist,
dir zu begegnen - ganz unverhofft,
bei dir zu sein, mit dir zu lachen,
zu reden, zu schweigen
und im Reden und Schweigen,
im Beieinandersein und Getrenntsein
zu fühlen, dass wir ein Herz
und eine Seele sind.

.......

15.

In deinen Armen gestern Nacht
wollte ich dir so vieles sagen.
Meine Seele zerfloss vor Zärtlichkeit,
doch ich blieb stumm aus Furcht,
mich in dir zu verlieren.

Doch dann – im Moment der Trennung
verirrte sich meine Seele im Dunkel
der Hilflosigkeit und ich blieb
wieder stumm aus Angst,
dich selbst zu verlieren.

.......

16.

Es tut weh dich zu lieben
zur Zeit. Weh,
die Stimme meines Herzens verstummen,
die positiven Gefühle in mir leugnen zu müssen,
das Nichts, die Mauer des Schweigens
nicht überwinden zu dürfen.
Damals im Mai,
deine Rückkehr aus dem Süden,
das Licht in deinen Augen,
der Moment der Wahrheit – vergessen?

.......

17.

Ich verstehe. Verzeihe.
Ich weine nach innen
vor Zorn und Enttäuschung.
Ich liege in deinen Armen
betrunken vor Glück
und selig wie ein Kind.
Ich leide an deinem Schweigen
und an deiner Angst.

Ich verstehe nicht
und verzeihe doch
und suche in deinen Augen
das Lächeln der vergangenen Tage.
Wo hast du es gelassen?
Ich sehe dich an und staune.
Wie fremd du mir sein kannst!

.......

18.

Karstige Hügel
über steinigem Strand.
Niedrige Sträucher – sonnenverbrannt,
Azurblauer Himmel,
Bora,
Tage voll Licht und Traurigkeit.
Tage der Hoffnung
auf deine Rückkehr,
auf stumme Übereinkunft.

Halt fest mein Herz
die verrinnende Zeit.
Halt fest die Reste der Freude
als Erinnerung
für die vielen Tage,
die trennend in der Zukunft warten.

Ich schwanke zwischen
Kummer und Sehnsucht,
zwischen Verzweiflung und Einsicht
und ich lerne:

Liebe ist mehr als Freude,
mehr als ein positives Gefühl!

.......

19.

Altweibersommer.
Buntes Laub an den Bäumen.
Mückentanz.
Vibrierende Stille.
Schattiges Walddunkel.
Vorbei der Sommer ohne Zärtlichkeit,
die Tage mit dir,
die Stunden in Nähe und Beisammensein?
Verrinnende Zeit.
Ich freue mich, dazusein, zu leben, zu atmen,
einen Sommer erlebt zu haben mit dir,

Altweibersommer.
Sterben und Vergehen,
neues Werden kündend.
Es wird einen anderen Sommer geben,
einen neuen Sommer mit dir
voll Zärtlichkeit.

.......

20.

Ich sitze und warte.
Du wirst kommen, gleich.
Einem Sturmwind ähnlich
sind die Gefühle in mir
als du mir entgegengehst.

Was denkst du? Was fühlst du,
wenn du an mir vorübergehst
als wäre ich nicht da?
Tut es dir leid und weh wie mir?
Wenn ich rufe,
warum antwortest du nicht?

.......

21.

Will nicht verlieren
was ich liebe.
Will nicht verzichten,
eher leiden,
Will wissen,
was das wirklich ist,
diese Sache
zwischen uns beiden.

.......

22.

Ich bekomme Karten von Freunden
aus allen Ecken der Welt:
aus Peking und Bali,
aus Rio und New York,
aus Luxemburg und London,
aus Manila und Tokio,
aus Lima und Mombasa,
aus Hamburg und Loreto.

Ich bekomme auch Karten von dir:
aus Brno und Fehmarn,
aus Rom und Brixen,
aus Madrid und St. Peter-Ording.
Bunte Bilder und ein paar Worte,
die sagen: Ich denk an dich.
Kleine Kostbarkeiten,
die meinen Alltag verzaubern.

.......

23.

Eine Tasse Kaffee am Nachmittag
in einem Cafe in der Stadt,
eine Fahrt in schweigender Zwiesprache
über die Dörfer.
Ein Wiedersehen im Morgengrauen,
wenn der Tag erwacht.
Dein Gesicht in meinen Träumen.

Meine Wünsche sind klein,
denn Glück lässt sich nicht zwingen.
Es schenkt sich freiwillig
und ganz unerwartet.

.......

24.

Manchmal knüpfen meine Gedanken
ein Netz aus Tagträumen
um deine ferne Gestalt
auf der Suche
nach dem Dir-nahe-sein.
Bist du mir nah?

.......

25.

Heute Nacht im Traum
bin ich mit dir
über eine Brücke gelaufen,
eine Brücke aus Licht,
die sich wie ein großer Bogen
spannte über Wasser,
das klar und rein dahinfloss,
ein fernes Meer erahnend.
Jetzt laufe ich durch den Sturm.
Eiswind schneidet messergleich
in mein Gesicht und du bist irgendwo.

Aber heute Nacht bin ich mit Dir
über die Brücke gelaufen
aus strahlendem Licht
und ich fühlte dabei
die Wärme deiner Gegenwart.

.......

26.

Ein Teil von mir
will dich nie wiedersehen,
will alle Brücken abbrechen
zwischen dir und mir,
will fortgehen, an einen Ort
wo du nicht sein kannst.

Der andere Teil will nicht
die Trennung sondern Einssein,
nicht Schmerz sondern Freude,
nicht Verzicht sondern Liebe
und Verantwortung für dich.

Und zwischen beiden Teilen
taumele ich hin und her
und ich leide.

.......

27.

Ich möchte Dir so vieles sagen,
doch du leihst mir kein Ohr.
Im meinem Herzen
lauern tausend Fragen
ich komme mir so verloren vor.

.......

28.

Ein paar Groschen
für einen Anruf,
ist das zu teuer
bezahltes Glück?

Wo auf der großen
Straßenkarte
bist du heute zu finden?

Aus welcher Gegend
Europas rufst du nicht an?

.......

29.

Wir spielen Kinderspiele
und sind doch erwachsen:
Manchmal verstecken,
dann suche ich dich.
Manchmal fangen,
zumeist im Morgengrauen.
Ab und zu:
Mensch-ärgere-dich-nicht
oder Risiko.
Halma: Wer ist zuerst am Ziel?
Viel zu selten: Dame.
und hoffentlich nie:
Schach matt.

.......

30.

Wann hast du mich zuletzt
zu einer Tasse Kaffee eingeladen?
War’s gestern?
Oder vor vielen Wochen?
War’s gar vor tausend Jahren?

Meine Gedanken wandern
zurück in der Zeit.
Ich versuche,
mich zu erinnern.

.......

31.

Frau-Holle-Wetter,
Wintermärchenlandschaft.
Schneeglitzernde unendliche Weite.
Und irgendwo dazwischen bist du.
Wo bist du?

.......

32.

Ich schreibe dir Briefe,
nie abgeschickt,
in frostklaren Februarnächten:
Tausend Worte und mehr,
wo doch drei schon genügen:
Ich liebe dich!

.......

33.

Als wir uns heute sahen,
konnte ich meinen Blick
nicht abwenden von dir.
Deine Augen, das strahlende
Lächeln deines Mundes
zogen mich magisch zu dir hin.

Und als ich dann meine kalte Hand
in deine großen warmen Hände legte,
war es, als wäre ich
nach langer Reise endlich
heimgekommen.

.......

34.

Ich kann mich ständig
neu in dich verlieben,
denn immer sind es dieselben Dinge,
die mich verzaubern, umgarnen,
sehnsüchtig hoffen lassen,
dass du den Arm um mich legst,
lachst und mir zeigst,
dass du mich liebst.

Wie schön, zu fühlen,
dass auch du fähig bist,
dich stets aus Neue in mich zu verlieben,
dass der Zauber der Liebe uns beiden
vor Glück den Atem verschlägt.

.......

35.

Ein Junitag mir Dir.
In deinem Auto unterwegs.
Ich bin dir ganz nah.
Sehe nur dein Gesicht.
Spüre dich
mit jeder Faser meines Seins.
Versinke stumm
in einem Meer des Glücks.

.......

36.

Ich will die Zeitung sein,
die du zum Frühstück liest,
dein Spiegelbild das dir entgegenschaut,
die Jacke, die dich in der Kälte wärmt,
oder das Steuerrad an deinem Bus,
das Licht, das deine Dunkelheit erhellt
und noch viel mehr, wenn nicht alles.
Doch bin ich nichts von alledem
für dich. Was bin ich dir?

.......

37.

Ich sehe die Welt
mit den Augen der Liebe.
Mit den Augen der Liebe
sehe ich dich.

Du siehst die Welt
mit den Augen der Liebe
mit den Augen der Liebe
siehst du mich.

.......

38.

Ein Tag, der aus dem Kalender fällt:
Meine Gedanken ein offenes Buch,
leicht zu lesen für dich.
Meine Seele verzaubert
in einen paradiesischen Hain,
meine Gefühle bunt schillernde Kolibris,
berauscht vom Nektar deiner Gegenwart.

Letzter Oktobertag.
Welch wunderbarer Tag mit dir.

.......

39.

Den Wind hab ich gesät
vor langer Zeit und nun
ernte ich den Sturm
immer wieder neu.

Wie gut zu wissen,
dass im Zentrum des Sturmes
Ruhe ist.

.......

40.

Du gehst mit mir schlafen
und du stehst mit mir auf.
Du bist Gast in meinen Träumen.
Du begleitest mich unsichtbar
durch jeden Tag.
Du bist da. Immer.
Bist in mir zu jeder Zeit.
Ich denke, ich fühle dich.
du wirst langsam
Teil von mir.

.......

41.

Ich muss lernen loszulassen.
Muss lernen, dass loslassen
nicht bedeutet,
Zuneigung zu verlieren.
Das ist nicht einfach,
nicht leicht.
Aber ich werde es schaffen.

.......

42.

Du brauchst kein Held sein,
musst nicht ständig stark sein,
darfst deine Schwäche zeigen,
deine Tränen, deine Traurigkeit.
Darfst auch mal mutlos sein,
verzweifelt, voller Ängste,
darfst hilflos sein,
ich hab dich trotzdem lieb.

Darfst einfach Mensch sein,
so verletzlich und sensibel,
ein kleiner Junge,
Schutz und Liebe suchend
und eine starke Hand,
die deine hält.

Du musst kein Held sein,
musst kein starker Kerl sein,
darfst mir Gefühle zeigen:
ich hab dich so lieb.

.......

43.

Ich fühle, dass du Kummer hast,
dass etwas dich beschäftigt.
manchmal ist dein Blick
so in sich gekehrt, abwesend,
traurig.
Ich schaue dich an,
möchte dir beisteh’n,
dich in die Arme nehmen,
dich trösten, dir übers Haar streichen,
dir sagen, dass alle Traurigkeit,
aller Kummer irgendwann vorübergehen,
Mut will ich dir machen
und dir helfen froh zu sein
und das Leben zu lieben.
Aber du lässt es nicht zu.

So bleibe ich stumm,
kann die Worte nicht
über meine Lippen bringen,
die in meinem Herzen sind
und du bleibst ohne Trost
und ohne Beistand
und kämpfst deinen Kampf allein.
Weißt du denn nicht,
dass geteiltes Leid
halbes Leid ist?

.......

44.

Kastanienknospen,
erste Birkenblätter vor dem Fenster
und den Frühling im Blut,
Und einen Tag lang Angst
dich zu verlieren,
durch ein fremdes Lächeln,
das du erwidert hast.

.......

45.

Frostklirrende Nacht.
Raureifimpressionen
im blassen Morgenlicht.

Dein liebes Gesicht
gegen den kalten Himmel
kündet mir stumm
einen strahlend
schönen Wintertag.

.......

46.

Aus dem Fenster schaue ich stumm
hinaus in den sinkenden Abend,
wo die Sonne Bilder malt
in den matten Frühlingshimmel
über dem schmalen Band der Straße,
kaum sichtbar
zwischen dem leuchtenden Grün.

Ich sehe hinaus.
Sehe Wagen um Wagen vorüberfahren.
Schwankend zwischen Hoffnung
und Resignation kann ich meine Augen
nicht lösen vom grauen Asphalt.
Du könntest mir entgegenkommen.
Jederzeit.
Kommst du mir entgegen?
Irgendwann?

.......

47.

Wir leben unsere Träume,
minutenlang.
Wir kleiden sie in Worte,
Schwanengesang.
Wir knüpfen aus Erinnerung
ein Netz spinnwebenfein
und legen alle Sehnsucht
des Herzens mit hinein.
Wir leben unsere Träume
oft wirklich nur als Traum,
doch schaffen wir der Hoffnung
damit Zeit und Raum.

.......

48.

Zwei Gläser auf dem Tisch
und dein Duft in meinen Kissen.
Du – schon gegangen –
noch immer in mir
hinterlässt Spuren,
die schicksalhaft geworden sind.

.......

49.

Ich wähle deine Nummer.
Lausche auf das Klingeln des Telefons.
Zähle wie lange es dauert,
bis du den Hörer abnimmst
und deine Stimme mich hineinkatapultiert
in einen Wirbel vollkommenen Glücks,
zähle wie lange es dauert,
bis die Schmetterlinge in meinem Bauch
sich aufschwingen zum Tanz.
Der Countdown läuft ...
aber am anderen Ende der Leitung
ist niemand zuhause.
Da lassen die Schmetterlinge
die Flügelchen wieder sinken
und das wirbelnde Glückskarussell
steht und verstummt.
Denn da ist heute kein Anschluss
unter deiner Nummer.

.......

50.

Dich zum Freund haben heißt:
Liebend
Leid
lösen
lernen.

.......

51.

Licht und Schatten,
Begegnung und Trennung,
Sehnsucht und Erfüllung,
Streit und Versöhnung,
Tag und Nacht,
Kälte und Wärme,
Resignation und Geborgenheit,
Fröhlichkeit und Melancholie.
Sommertage und Winterzeit,
Sonnenschein und Regen
Freundschaft und vertane Chancen.

Ein Spiel mit Worten oder mehr?

Es sind immer zwei,
die ihren Weg gemeinsam gehen:
zwei wie du und ich.

.......

52.

Weißt du noch:
Das Spiel,
das wir einmal begonnen haben,
es spielt sich selbst,
macht seine Regeln
nicht nach unserem Willen.

Es war ein Frühlingsspiel,
geboren aus Sehnsucht
nach Wärme und Sonne,
das in des Winters Kälte
nicht zu Ende ging.

Das Spiel,
das wir einmal begonnen haben,
es spielt sich selbst.
Ein neuer Sommer naht
und mit ihm Licht und Sonne.

Doch sieh:
das Spiel ist jetzt kein Spiel mehr.
Das Spiel ist ernst.
Es war ein Spiel mit Zärtlichkeit.
Ein Spiel mit Liebe.

Und Liebe ist kein Spiel ...

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